Prof. Dr. Gerhard Schneider, Universität Freiburg

Open "ja" - aber nicht Open Source

Im Gegensatz zu proprietärer Software kann bei Open Source Software jederzeit Einblick in den Quellcode genommen werden damit die Funktionsweise verstanden werden. Erweiterungen und Ergänzungen sind damit für versierte Programmierer kein Problem und Open Source Software kann daher exakt an die Bedürfnisse angepasst werden. Ferner besteht keine Abhängigkeit mehr von der wirtschaftlichen Lebensfähigkeit einer Softwarefirma.

Leider zeigt sich, dass gerade wegen ihrer leichten Anpassungsfähigkeit der Einsatz von Open Source Software bei nicht ausreichender Personalplanung zu einem erheblichen Kostenfaktor werden kann. Interne Wunschlisten lassen sich nicht oder nur schwer verweigern.

Eine Alternative stellt daher der Einsatz von Lösungen dar, die offene Standards umsetzen. Damit läßt sich einerseits ein Pflichtenheft beschreiben und eine Abweichung von den Planungen wirkungsvoll verhindern. Andererseits besteht keine tiefe Abhängigkeit von einer Herstellerfirma, da die Software bei Bedarf, nach entsprechender Risikoabschätzung, durch Open Source Software ausgetauscht werden kann.

Derartige Überlegungen spielten beispielsweise an der Universität Freiburg bei der Auswahl einer geeigneten VoIP-Lösung eine zentrale Rolle. Im Vortrag werden diese Gedanken anhand von Beispielen aus der Praxis behandelt.

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