ABSTRACTS

       

Dienstag 10.03.2015, 9:30 - 10:00, Gebäude 23.01, Hörsaal 3D
  • Hans-Dieter Weckmann

    Vorstellung des gastgebenden Rechenzentrums

    Ausgehend vom strategischen Rahmen und der IT Governance der Heinrich-Heine-Universität (HHU)  Düsseldorf wird die Struktur der IT an der HHU beschrieben.Der zentrale IT-Service-Dienstleister ist das Zentrum für Informations- und Medientechnologie (ZIM), dessen Service-Portfolio dargestellt wird. Speziell wird auf die aktuellen strategischen Themen Campusmanagement, High-Performance Computing, Forschungsdatenmanagement / Langzeitarchivierung und UT-Sicherheit eingegangen.

Dienstag 10.03.2015, 10:00 - 11:00, Gebäude 23.01, Hörsaal 3D
  • Jennifer L. Fouttyn, Kuali Foundation - Keynote Speech

    Kuali: A Proven Case of Open Source for Effective Campus Management

    Many institutions of higher education have used open source tools as part of their overall technology stack.  However, in the past decade there has been little work to deliver open source products in the Enterprise Resource Planning (ERP) space.  Kuali has changed that. The Kuali Foundation started in the United States in 2006 to deliver an enterprise level Financial System, and has since expanded to delivery of 8 different products which encompass all campus management, including Financial, Human Resources/Payroll, Library Management, and Student Administration. By delivering open source, we leverage best practices of many institutions and we save millions of dollars over regular for-profit solutions. Kuali products are built by higher education, for higher education. Kuali has expanded to include members in the UK and South Africa and seeks to become more international.

    Because Kuali is now 10 years old, we are evolving to take advantage of some new models and technologies, including delivery in the cloud as "software as a service". 

    This keynote by the Executive Director of the Kuali Foundation, Jennifer Foutty, will describe the first 10 years of Kuali and success in open source products in the ERP space, and will describe our evolution for a new decade, pursuing new options for cloud delivery.

Dienstag 10.03.2015, 11:30 - 12:15, Gebäude 23.01, Hörsaal 3D
  • Prof. Dr. Gerhard Schneider, Universität Freiburg

    Open "ja" - aber nicht Open Source

    Im Gegensatz zu proprietärer Software kann bei Open Source Software jederzeit Einblick in den Quellcode genommen werden damit die Funktionsweise verstanden werden. Erweiterungen und Ergänzungen sind damit für versierte Programmierer kein Problem und Open Source Software kann daher exakt an die Bedürfnisse angepasst werden. Ferner besteht keine Abhängigkeit mehr von der wirtschaftlichen Lebensfähigkeit einer Softwarefirma.

    Leider zeigt sich, dass gerade wegen ihrer leichten Anpassungsfähigkeit der Einsatz von Open Source Software bei nicht ausreichender Personalplanung zu einem erheblichen Kostenfaktor werden kann. Interne Wunschlisten lassen sich nicht oder nur schwer verweigern.

    Eine Alternative stellt daher der Einsatz von Lösungen dar, die offene Standards umsetzen. Damit läßt sich einerseits ein Pflichtenheft beschreiben und eine Abweichung von den Planungen wirkungsvoll verhindern. Andererseits besteht keine tiefe Abhängigkeit von einer Herstellerfirma, da die Software bei Bedarf, nach entsprechender Risikoabschätzung, durch Open Source Software ausgetauscht werden kann.

    Derartige Überlegungen spielten beispielsweise an der Universität Freiburg bei der Auswahl einer geeigneten VoIP-Lösung eine zentrale Rolle. Im Vortrag werden diese Gedanken anhand von Beispielen aus der Praxis behandelt.

Dienstag 10.03.2015, 12:15 - 13:00, Gebäude 23.01, Hörsaal 3D
  • Arnulf Christl, Metaspatial, Bonn

    From Open Source to Open Data

    Open Source hat viele Facetten - und es ranken sich inzwischen ebenso viele Mythen darum. Was davon richtig ist und was nicht stellt Arnulf Christl in einer kurzen Einführung zusammen. Der Vortrag richtet sich an alle, die mit Open Source bisher noch wenig Kontakt hatten und die Grundlagen verstehen möchten.

    Open Source ist auf der einen Seite ein Entwicklungsmodell und auf der anderen ein Lizenzmodell. Zusammen bilden sie eine Kultur offener Entwicklungsgmemeinschaften, die höchst effektiv arbeiten. Diese Kultur ist um ein Vielfaches effektiver, als proprietäre Modelle es je sein können. Unter anderem sieht man das an einfachen Beispielen: Das Betriebssystem des Herstellers Apple basiert vollständig auf dem Open Source Unix FreeBSD. Es gibt halt einfach nichts besseres, und es selbst herzustellen wäre unendlich teuer. Sogar der hyper-proprietäre Hersteller Apple hat das eingesehen.

    Der Vortrag stellt die Geschichte der Entwicklung von Open Source vor und geht auf wichtige Grundlagen ein.

Dienstag 10.03.2015, 14:30 - 15:00, Gebäude 23.01, Hörsaal 3D
  • Dr. Konrad Faber, Virtueller Campus Rheinland-Pfalz  

    Vom kommerziellen zum Open-Source-Learning-Management-System - Strategie und Erfahrungen des Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz

    Der Virtuelle Campus Rheinland-Pfalz (VCRP) ist eine gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung der öffentlichen Hochschulen in Rheinland-Pfalzund unterstützt diese bei der Einführung und Nutzung neuer Medien sowie neuer Lehr-Lerntechnologien in Studium und Lehre. Unter anderem stellt er ein landesweites Learning-Management-System zur Verfügung (mit aktuell 62 Tausendaktiven registrierten und über 1500 Concurrent Usern). 

    Der Tagungsbeitrag geht auf die Gründe und Rahmenbedingungen des in den Jahren 2011/2012 vollzogenen Wechsels von einem kommerziellen zu einem OpenSource LMS ein, beschreibt die bisherigen Erfahrungen und die aktuellen Perspektiven des Open Source LMS. Abschließend werden die Erfahrungen des VCRP mit bildungstechnologischen Services vor dem Hintergrund aktueller Trends in der Technologie basierten Lehre reflektiert und in die Debatte um Open Source Software eingeordnet.

Dienstag 10.03.2015, 15:00 - 15:30, Gebäude 23.01, Hörsaal 3D
  • Dipl. Math. Klaus Keus, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

    Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland – am Spiegel des nationalen Lagebilds Cybersicherheit

    „Wer die aktuelle Lage zur Cybersicherheit nicht ausreichend kennt, weiß vielfach nicht, wie er sich effektiv und nachhaltig gegen potenzielle Cyber-Sicherheits-Angriffe schützen kann.“

    Heute gehören Themen wie IT-Sicherheit und insbesondere Cybersicherheit zu einem Themenkomplex, der in der breiten Gesellschaft angekommen ist: ob in Unternehmen, Verwaltung oder Privatnutzer: die mit dem Themenkomplex verbundenen Nachrichten erfahren zunehmend mehr Aufmerksamkeit. Nachrichten zum Diebstahl oder zum Missbrauch elektronischer Daten, Datenschutzverletzungen persönlicher digitaler Daten gehören ebenso dazu wie Industriespionage in Zusammenhang mit digitalen Angriffen auf Unternehmen. Gemäß einer Studie des BSI aus 2014 sind bereits ca. 56% aller Unternehmen Opfer eines Cybersicherheitsangriffs geworden. Dies gilt im besonderen Maße für KMUs, aber die Bedrohung gilt auch für Top-Unternehmen in Deutschland (hier insbesondere zunehmend Spionageangriffe) und für den Bürger (Beispiel Identitätsdiebstahl). Die Bedrohung ist ernst zu nehmen! Anstrengungen in der Zusammenarbeit untereinander oder in Kooperation mit dem BSI müssen dringend intensiviert und verstärkt werden! Die Ursachen für den Missstand sind vielfältig: bestorganisierte und vernetzte, professionelle Angreifer mit vielfach arbeitsteiligen Angriffsmethoden, technisch ausgefeilte Angriffsmittel und deren Nutzung werden kontinuierlich weiterentwickelt. Software-Programme werden zunehmend anspruchsvoller, Entwicklungsmethoden oder auch Kontrollmechanismen aber gehen vielfach nicht einher mit der zunehmenden Komplexität und daher sind die Programme entsprechend fehleranfälliger.  Täglich entdeckte, kritische Schwachstellen belegen diesen Missstand. Sogenannte Zero-days-Exploits werden bereits vor oder spätestens kurzfristig nach ihrem Bekanntwerden für Angriffe ('Exploit-Kits') verwendet, die Angriffe erfolgen zunehmend zielgerichteter. Man kann von einer sogenannten asymmetrischen Beziehung – oder auch von einem  ungleichen 'Krieg' - zwischen Angreifern und Verteidigern sprechen.

    Damit sich Institutionen in der Zukunft wirkungsvoller gegen Angriffe aus dem Cyber-Raum schützen können, müssen Entscheidungsträger und Sicherheitsverantwortliche in Unternehmen und Institutionen die Sicherheitslage kennen, ihre jeweilige Lage bewerten, und Hilfsmittel und Konzepte nicht nur verfügbar haben, sondern diese auch umsetzen können und nutzen.

    Das von BSI in Kooperation mit Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden erstellte 'Lagebild Cybersicherheit in Deutschland' soll zukünftig erheblich dazu beitragen, die konkrete Situation seriös einzuschätzen und zu wissen, gegen was man sich wie schützen muss oder wie Detektion und Reaktion zu verbessern sind. Die Berücksichtigung und Nutzung der zur Verfügung gestellten skalierbaren Informationen, Empfehlungen oder angemessenen Maßnahmen  zielt insbesondere darauf ab, die Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürger beim Selbstschutz unterstützen. In diesem Kontext liefert das Lagebild Cybersicherheit des BSI einen wesentlichen Baustein zur nachhaltigen Verbesserung der IT-Sicherheit und Cybersicherheit in Deutschland.

Mittwoch 11.03.2015, 10:00 - 10:30, Gebäude 23.01, Hörsaal 3D
  • Dr.  Alejandra Lopez, Technische Universität Ilmenau Universitätsrechenzentrumn

    UniRZ4OTRS Framework – eine Open Source Lösung für das
    IT Service Management an der Technischen Universität Ilmenau

    Das Universitätsrechenzentrum (UniRZ) stellt der Technischen Universität Ilmenau eine Forschungsinfrastruktur, Basis- und Anwendungssysteme zur Unterstützung der Hochschulprozesse in den Bereichen Lehre, Studium, Forschung und Verwaltung bereit. Auf Grund der steigenden Komplexität der Informationstechnik erbringt das UniRZ seine IT-Services zunehmend auf Basis eines integrierten IT Servicemanagement (ITSM). Das service-, prozess- und kundenorientierte Denken wird durch die Orientierung an den Best Practices der IT Infrastructure Library (ITIL) verbessert. Die Umstellung ermöglicht einen Mehrwert für die Hochschule, da ihre IT-Services zuverlässiger, leistungsfähiger und flexibler sowie auf die gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen der Nutzer und der Hochschulentwicklung besser ausgerichtet werden. Die kontinuierliche Verbesserung der IT-Services trägt zum Wettbewerbsvorteil der Hochschule direkt bei.

    Für einen effizienten Service-Support hat das UniRZ das Ticketsystem OTRS (Open Technology Real System) eingeführt. Mit Hilfe von OTRS werden die Prozesse für Incident Management und Request Management abgebildet. Als Open Source unterscheidet sich OTRS von proprietärer Software darin, dass der Quellcode frei verfügbar ist und unabhängig von seinen Autoren verändert werden darf. Dank der Entwicklung des Frameworks „UniRZ4OTRS“ ist eine funktionierende und kostengünstige Lösung für den ITSM Ansatz im UniRZ entstanden.

    Die inzwischen erreichten Ergebnisse werden in diesem Vortrag vorgestellt und diskutiert.

Mittwoch 11.03.2015, 10:30 - 11:00, Gebäude 23.01, Hörsaal 3D
  • Thomas Nau, Universität Ulm

    Bacula – Eine strategische Entscheidung

    Der Entschluss bzgl. OpenSource Lösungen, ist heute keinesfalls mehr eine entweder-oder Entscheidung. Die flexiblen Geschäftsmodelle kleinerer Firmen vereinen vielmehr weitgehend das Beste beider Welten und schaffen dadurch einen echten Mehrwert. So entgeht man einem vendor-lock-in, erhält aber gleichzeitig einen oft herausragenden Support als auch funktionelle Erweiterungen der Software.

    Der Vortrag fasst die technischen und organisatorischen Fakten zusammen auf deren Basis sich das Kommunikations- und Informationszentrum (kiz) der Universität Ulm, gemeinsam mit den Partnern in Konstanz und Tübingen, bewusst dazu entschlossen hat, die bis dahin seit mehr als 12 Jahren uniweit eingesetzte Backup Software abzulösen. Die sich aus dem Wechsel ergebenden Chancen, aber auch die notwendigen technischen und organisatorischen Anpassungen unserer internen Abläufe, sind ein weiterer Schwerpunkt des Programmpunktes.


    Zur Person:
    Mit mehr als 20 Jahren an Erfahrung zählt Thomas Nau zu den alten Hasen im Hard- und Software Umfeld. Nach seinem Diplom-Abschluss in Physik an der Universität Ulm 1991 arbeitete er mehrere Jahre im Universitäts-Klinikum bevor er zurück an das Rechenzentrum der Universität wechselte. Sein Fokus liegt sein vielen Jahren in erster Linie im Bereich Betriebssysteme, vornehmlich UNIX im Allgemeinen und Solaris im Speziellen.

    Thomas Nau leitet seit 2002 die "Abteilung Infrastruktur" am "Kommunikations- und Informationszentrum (kiz)" der Ulmer Universität und ist seit 10 Jahren auch stellvertretender Leiter des Zentrums.. Derzeit zeichnet die Abteilung für den reibungslosen Betrieb mehrerer campusweiter Netze sowie einer Telefonanlage mit 14.000 Anschlüssen verantwortlich. Integraler Bestandteil sind daneben auch der Betrieb zentraler Ressourcen wie Mail, File- und Directory-Dienste sowie insbesondere auch deren kontinuierliche Fortentwicklung

    Neben seiner Familie und seiner Arbeit engagiert er sich gelegentlich als Autor, EU-Consultant oder Tutor. Daneben  hat er ein Faible für asiatisches oder allgemein gutes Essen.

Mittwoch 11.03.2015, 11:30 - 12:00, Gebäude 23.01, Hörsaal 3D
  • Dr. Torge Szczepanek, StudNet Bonn

    Quelloffene Voice-over-IP Software Asterisk und Kamailio SIP Proxy für Telefonanlagen

    Vorgestellt werden die quelloffene VoIP Telefonanlage Asterisk und der Open-Source SIP Proxy Kamailio. Dabei werden typische Anwendungsszenarien und Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt. Die Anpassbarkeit und Erweiterungsmöglichkeiten der Software ermöglichen ein breites Anwendungsspektrum als Ersatz oder auch in Kombination und Ergänzung mit kommerziellen VoIP Telefonanlagen. Die vielen verschiedenen unterstützten VoIP Protokolle und Schnittstellen zu Datenbanken und Authentifizierungsystemen, sowie Möglichkeiten zur Anbindung an klassische Telefonie mittels ISDN und Primärmultiplexanschlüssen, werden erläutert.
    Als Beispiel aus der Praxis im universitären Umfeld wird eine Prepaid-Telefonielösung für das Studentenwohnheimsnetz und das Gästehaus der Universität Bonn vorgestellt, welche in ein bestehendes Accounting- und Billingsystem  eingebunden wurde. Ein weiteres Beispiel ist ein Sprachsystem (IVR) mit Sprachsynthese als 24x7 Hotline für Nutzer in verschiedenen Studentenwohnheimsnetzen zur Diagnose der jeweiligen Endnutzerports.
    Stellvertretend für den Einsatz der Open-Source Software in betriebskritischen Umgebungen wird ein Projekt für ein landesweites Notrufsystem an Autobahnen und Schnellstrassen vorgestellt, welches mittels Asterisk und Kamailio SIP Proxy realisiert werden konnte, um nicht standardkonforme VoIP Notrufeinrichtungen an ein Cisco Telefoniesystem anzubinden. 

Mittwoch 11.03.2015, 12:00 - 12:30, Gebäude 23.01, Hörsaal 3D
  • Frank Elsner, Universität Osnabrück

    SOGo – Einsatz von Open Source Groupware in geschäftskritischen Prozessen

    Die Universität Osnabrück verwendet „Scalable Open Groupware“ (kurz SOGo) als zentrales Mail- und Groupware-System für ca. 12.000 Studenten und 1000 Mitarbeiter. Die komfortable Verwaltung von Mails über die SOGo Webschnittstelle, der stabile skalierbare Betrieb, der weltweite, per https gesicherte Zugang und die zusätzlichen Möglichkeiten, Weiterleitungen, Abwesenheitsnachrichten und Mail-Filter einzurichten, haben zu einer hohen Akzeptanz geführt. Neben Mails werden in der SOGo Webschnittstelle auch Kontakte, Termine und Aufgaben zentral verwaltet, die mit anderen Benutzern geteilt werden können.

    Bei Bedarf können Kontakte, Termine und Aufgaben auch mit Thunderbird (als Mail Desktop Klient) synchronisiert werden und auch mit mobilen Geräten auf Android- und iPhone-Basis. Das SOGo System beruht auf verlässlichen Standards (Ldap, Smtp, Imap, CardDav, CalDav, CAS) und wird aktiv von der Firma Inverse weiterentwickelt.

Mittwoch 11.03.2015, 12:30 - 13:00, Gebäude 23.01, Hörsaal 3D
  • Matthias Kunkel, Geschäftsführer ILIAS opensource eLearning e.V.

    Anwendergetriebene Softwareentwicklung am Beispiel von ILIAS

    In der Diskussion um die Vorteile des Einsatzes von Open Source-Software wird gerne darauf verwiesen, dass diese wegen fehlender Lizenzkosten günstiger als kommerzielle Software ist. Dabei bietet Open Source noch ganz andere Vorteile, die viel zum Erfolg im Alltag beitragen – zum Beispiel die Möglichkeit, die Weiterentwicklung der Software aktiv beeinflussen zu können.

    Der anwendergetriebene Softwareentwicklungsprozess von ILIAS erlaubt es Hochschulen und
    Unternehmen, die Plattform und die Werkzeuge, die sie für die Realisierung von E-Learning einsetzen möchten, mitzugestalten und damit ihre Praxistauglichkeit sicherzustellen. Der überwiegende Teil der mehr als 100 neuen oder erweiterten Features in der aktuellen Version 5.0 wurde von ILIAS-Anwendern an Hochschulen angestoßen und finanziert. Die Programmierung selbst erfolgt dabei inzwischen fast ausschließlich durch professionelle Softwareentwickler, die sich jeweils auf bestimmte Komponenten in ILIAS spezialisiert haben.

    Um die Anforderungen der Anwender vor Ort strukturiert zu erheben, unterstützt der ILIAS-Verein den
    Entwicklungsprozess mit Workshops, Beratung und einem zentralen Feature-Wiki. Durch die Diskussion neuer Features in der Community wird sichergestellt, dass nicht nur der Initiator eines neuen Features von diesem profitiert, sondern dass Weiterentwicklungen von möglichst vielen Anwendern genutzt werden können – spätestens mit der nächsten ILIAS-Version und natürlich wieder kostenlos.

    Der Vortrag gibt einen Einblick, wie ILIAS gemeinsam mit Anwendern weiterentwickelt wird und stellt ausgewählte Beispiele vor.

    Zur Person:
    Matthias Kunkel ist Produktmanager von ILIAS und Geschäftsführer des Vereins ILIAS open source e-Learning e.V. Er hat maßgeblich an der Entwicklung von ILIAS 1997/98 mitgewirkt und koordiniert seit 2000 die Entwicklung von ILIAS als Open Source Software.

Mittwoch 11.03.2015, 13:00 - 13:30, Gebäude 23.01, Hörsaal 3D
  • Dr. Stefanie Lämmle, IT@M, München

    LiMux und weitere Open Source Projekte der Landeshauptstadt München

    Zehn Jahre nach dem Beschluss des Stadtrates der LandeshauptstadtMünchen, etwa 15.000 PC-Arbeitsplätze auf ein Linux-basiertes Arbeitsplatzsystem umzustellen, ist dieses Ziel im Jahr 2013 erreicht worden. Die Weiterentwicklung und der Regelbetrieb des LiMux-Arbeitsplatzes werden durch den im Jahr 2012 neu gegründetenzentralen IT-Dienstleister it@M, einem Eigenbetrieb der Landeshauptstadt München, gewährleistet. Der Vortrag stellt die neue IT-Organisation der Münchner Stadtverwaltung, sowie wesentlichen Meilensteine, Organisation und Technik des LiMux-Projektes vor und gibt abschließend einen Einblick in weitere Open Source Projekte.

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